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Das achtbeinige Krabbeln

Seit dem Jahr 2000 kürt die Arachnologische Gesellschaft die "Spinne des Jahres". Dies sind die Preisträgerinnen.

Spinne des Jahres 2011 – Die gemeine Labyrinthspinne
Agelena labyrinthika
(Clerck, 1757)

Die Labyrinthspinne ist eine der knapp über 500 bekannten Trichternetzspinnen (Familie Agelenidae) weltweit; in Europa kennt man 150, in Mitteleuropa ungefähr 30 Arten.

Die Labyrinthspinnebewohnt sonnige, trockene Orte mit niedriger Vegetation oder lockerem Gebüsch, kommt aber auch an Wald- und Wegrändern und ebenso auf Trockenrasen vor. In Mitteleuropa ist die Labyrinthspinne weit verbreitet und wird daher häufig gefunden.



Spinne des Jahres 2010 – Die Gartenkreuzspinne
Araneus diadematus (Clerck, 1758)

2010

Die Gartenkreuzspinne gehört zu der Familie der Radnetzspinnen (Araneidae), die weltweit mit knapp 3.000 Arten, in Mitteleuropa mit ungefähr 50 Arten, vertreten ist.
Dazu zählen mittelgroße bis große Arten (Weibchen 10-18 mm, Männchen 5-9 mm) mit stark bestachelten Beinen. Die ortstreuen Spinnen bauen typische Radnetze mit einer Klebfadenspirale als Fangfaden.


Spinne des Jahres 2009: Herrin über die Netzspannung

2009

Mit nur sechs Millimetern Körpergröße fällt sie Spaziergängern selten auf. Doch ihr besonderes Netz macht die Dreiecksspinne (Hyptiotes paradoxus) zur tödlich sicheren Jägerin.

Spinne des Jahres 2008: Der Schrecken der Badewanne

2008

Gefährlich für uns Menschen ist sie nicht, aber das wird von Arachnophobie geplagte nicht trösten, wenn sich mal wieder eine Große Winkelspinne (Tegenaria atrica) ins Badezimmer verirrt hat. In der Natur lebt sie bevorzugt unter Böschungen, Baumwurzeln oder in Steinbrüchen. In Siedlungen wählt sie auch Garagen oder Keller als Heim.

Spinne des Jahres 2007: Küstenbewohner

2007

Die Sand-Wolfsspinne lebt urpsprünglich an Kies- oder Sandufern. Durch die Regulierung der Fließgewässer ist die Art stark bedroht.

Spinne des Jahres 2006: Farbwahl

2006

Die Veränderliche Krabbenspinne kann ihre Farbe von Gelb nach Weiß wechseln.

2006

Auf fablich passenden Blüten sitzend, kann Misumena vatia so perfekt getarnt Insekten auflauern. Der Farbwechsel dauert allerdings einige Tage.

Spinne des Jahres 2005: Blick nach vorn

2005

Typisch für Springspinnen sind die beiden großen Frontaugen, die auch die Zebraspringspinne (Salticus scenicus) besitzt. Sie kann mit einem Satz das zwanzigfache ihrer Körperlänge zurücklegen und fängt ihre Beute im Sprung.

Spinne des Jahres 2004: Getarnter Jäger

2004

Leuchtend grasgrün ist Micrommata virescens, die Grüne Huschspinne. Männchen und Weibchen sind leicht zu unterscheiden: Sie trägt einen gelb-grünen Fleck auf dem Hinterleib, er rote und gelbe Längsstreifen. Die Grüne Huschspinne ist ein Jäger und spinnt keine Netze.

Spinne des Jahres 2003: Langbeiniger Untermieter

2003

Die Zitterspinne (Pholcus phalangioides) fühlt sich auch drinnen wohl: In Zimmerecken spinnt sie so feine, weitläufige Netze, dass diese kaum auszumachen sind. Der Vorteil dieser Mitbewohnerin - sie vertilgt nicht nur Insekten, sondern hält auch größe Spinnenarten fern, die es sich im Haus gemütlich machen.

Spinne des Jahres 2002: Ein Insekt als Brautgeschenk

2002

Einen bis 1,5 Zentimeter misst die Listspinne, die in ganz Europa verbreitet ist. Sie wird auch Brautgeschenkspinne genannt, denn Männchen bieten dem Weibchen ein im Kokon verpacktes Insekt an, bevor sie sich nähern.

Spinne des Jahres 2001: Schlechte Karten für Männchen

2001

Weibliche Wespenspinnen werden stolze zwei Zentimeter groß, die Männchen dagegen nur fünf bis sechs Millimeter. Daher enden sie nach der Paarung oft als Snack. Argiope bruennichi webt ihre Netze in Bodennähe, bevorzugt auf Feuchtwiesen oder auch Trockenrasen.

Spinne des Jahres 2000: Ein Leben unter Wasser

2000

Sie ist einzige Spinne, die das Wasser erobert hat: Argyroneta aquatica lebt in einer Taucherglocke. Nur zum Luftholen geht sie an die Oberfläche - unter Hinterbeinen und Unterleib transportiert sie Atemluft hinab in ihre Glocke. Von ihrer Behausung aus spinnt sie Fäden zu anderen Wasserpflanzen und lauerts so auf Flohkrebse und andere Kleintiere. Die Wasserspinne ist eine stark gefährdete Art.

Quelle: Arachnologische Gesellschaft e.V.


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