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               Die 10 giftigsten Tiere der Welt              

Es gibt Tiere, denen man besser nicht begegnen möchte. Sie haben ein ausgeklügeltes Überlebenssystem entwickelt und können sich beinahe gefahrlos bewegen. Viele Menschen haben große Angst vor Spinnen, Schlangen oder anderen Schleich- und Kriechtieren. Doch dass die tödliche Gefahr von ganz anderen Lebewesen ausgeht, ist den meisten nicht bekannt.

Besonders in den tropischen Regionen und Meeren ist die Anzahl von äußerst giftigen Tieren sehr hoch. Doch auch in anderen Regionen sollte man vielleicht nicht unbedingt baden gehen oder barfuß herum laufen.

 

Hier findet ihr die 10 giftigsten Tiere der Welt

Platz 1: Pfeilgiftfrosch

Pfeilgiftfrosch

Die kleinen bunten Frösche aus den mittel- und südamerikanischen Urwäldern sind die mit Abstand giftigsten Tiere der Welt. Eigentlich sehen die bunten Pfeilgiftfrösche ganz niedlich aus, aber ihre Haut hat es in sich. Über sie sondern die Frösche ein extrem giftiges Sekret ab. Gelangt das Gift über kleine Verletzungen oder über die Hautporen in den menschlichen Blutkreislauf, treten Muskel- und Atemlähmungen auf, die einen Menschen innerhalb von 20 Minuten töten können. Ihren deutschen Namen haben Pfeilgiftfrösche der Tatsache zu verdanken, dass ihr Hautgift von Indianern im Regenwald zur Beutejagd verwendet wird. Sie vergiften mit diesem Pfeilgift die Pfeile für ihre Blasrohre. 

Platz 2: Kugelfisch

Kugelfisch 

Der Kugelfisch ist das einzige Tier, das annähernd die Giftigkeit der Pfeilgiftfrösche besitzt. Sein Gift, das Nervengift Tetrodotoxin, ist 10.000-mal wirksamer als Zyanid. Trotzdem ist der Fisch genießbar und gilt in Japan als Delikatesse. Die Kunst der Zubreitung muss von den speziell ausgebildeten Köchen lange erlernt werden. Vor allem in der Leber, der Haut, den Eierstöcken und der Gallenblase der Fische ist das tödliche Gift in höheren Konzentrationen vorhanden. Ein kleiner Fehler bei der Zubereitung kann dafür sorgen, dass der hochbezahlte Genuss der letzte war. Das Gift eines einzigen Kugelfisches kann 30 Menschen töten.

Platz 3: Seewespe

Seewespe

Eher unscheinbar ist eines der giftigsten Tiere im Meer. Es sind die sogenannten Seewespen, eine Quallenart, die vor allem vor den australischen Stränden vorkommt. Diese Würfelquallenart ist erst in den 50er Jahren entdeckt worden. Ihre langen Tentaklen sind mit giftigen, mit Stacheln und Widerhaken versehenen Nesselkapseln bestückt. Beim Kontakt platzen die Nesselkapseln auf und injizieren das Gift in die Haut. Das Gift erzeugt extrem schmerzhafte Verbrennungen - allein der Schock kann schon zum Tode führen. Um sich vor den Tieren zu schützen, werden in Australien ganze Badestrände seeseitig eingezäunt oder man geht mit einem nesselsicheren Badeanzug, einem sogenannten "Stinger Suit" ins Wasser. Trotzdem werden weltweit jährlich bis zu 70 Todesfälle bekannt, die auf das Konto dieser Nesseltiere gehen. Dem Gift der Seewespe fallen mehr Menschen zum Opfer als dem gefürchteten Weißen Hai. Hinzu kommen 20.000 leichtere Unfälle, die allein an australischen Küsten gezählt werden.

Platz 4: Blaugeringelte Krake

Blaugeringelte Krake

Die kleinen Weichtiere, die vor allem im westlichen Pazifik zwischen der australischen Küste und den Inseln Südostasiens vorkommen, sind nur etwa daumengroß - selten mehr als 12 Zentimeter lang. Aber die Winzlinge haben es in sich: Der Giftvorrat eines Tieres ist so reichlich, dass er 26 Menschen in kürzester Zeit töten könnte. Der Blauring-Krake hat eigentlich eine unauffällig blass-braune Hautfarbe, bekommt aber im erregten Zustand eine leuchtend türkise Warnfärbung. Achtung! Ein Biss des Kraken kann tödlich enden. Das Gift ist übrigens das gleiche, das auch den Kugelfisch so gefährlich macht. Das Tetrodotoxin lähmt in kurzer Zeit die Muskulatur, so dass die Opfer zumeist an Atemlähmung sterben. Allgemein sind Blauring-Kraken eher scheue Tiere, die den Menschen meiden. Allerdings kommt es vor, dass Blauring-Kraken bei Ebbe in den Gezeitentümpeln bleiben, um dort nach Krabben zu jagen. Die kleinen Kraken verstecken sich auch oft unter und in herumliegendem Strandgut. Meist wurden Menschen aber dennoch nur gebissen, weil sie den Kraken geärgert hatten, um die schöne Färbung hervorzurufen. 

Platz 5: Plattschwanz-Seeschlange

Plattschwanz-Seeschlange

Die Plattschwanz-Seeschlangen bewohnen die tropischen Meeresregionen des Indischen Ozeans und des Pazifischen Ozeans. Ihr Gift gilt als eines der stärksten Schlangengifte überhaupt - sie ist deutlich giftiger als eine Kobra. Nach einem Biss kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Nur sehr wenige Menschen überleben den Biss einer Seeschlange. Zum Glück sind die Tiere eher beißfaul. Fühlen sie sich bedroht, versuchen sie zu fliehen.

Platz 6: Taipan

Taipan

Ein weiteres Gifttier aus Australien ist der Taipan. Das Gift des sogenannten Inlandtaipan gehört zu den stärksten Schlangengiften der Welt. Es ist 50-mal giftiger als das einer Indischen Kobra und 850-mal giftiger als das einer Diamantklapperschlange. Die bei einem Biss durchschnittlich abgesonderte Giftmenge reicht aus, um 100 erwachsene Menschen, 250.000 Mäuse oder 150.000 Ratten zu töten. Allerdings gilt der Inlandtaipan als scheu, wenig aggressiv und sehr selten. Unter Experten gilt dagegen der Küstentaipan als die gefährlichste Giftschlange. Zwar ist ihr Gift weniger gefährlich als das des Inlandtaipan, sie ist aber neben ihrer Größe von durchschnittlich 2,5 Metern auch außerordentlich schnell, stark und aggressiv. 

Platz 7: Kegelschnecke

Kegelschnecke

Die Schalen der Kegelschnecken sind bei Sammlern sehr begehrt. Was aber die meisten nicht wissen, ist, dass Kegelschnecken auch für Menschen sehr gefährlich sein können. Das Hauptverbreitungsgebiet der Schnecken liegt in den tropischen Gewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans. In besonders großer Artenzahl kommen die Kegelschnecken in den Gewässern rund um Australien vor und stellen damit eine Tiergruppe mehr auf der langen Liste giftiger Tiere dieses Kontinents dar. Die hübschen Meeresbewohner besitzen einen komplizierten Giftapparat. Er besteht aus drei Teilen: einer Giftblase, der Giftdrüse und den Giftzähnchen. Dies sind hohle, mit Widerhaken versehene Pfeile oder Harpunen von mehreren Millimetern Länge. Die Schnecken können diesen Zahn in ihr Schlundrohr befördern, mit Gift betanken und mit dem Druck der Schlundmuskulatur auf das Beutetier schießen. Das Gift der Kegelschnecken, das sogenannte Conotoxin, führt zu Nerven- und Muskellähmungen und kann für Menschen tödlich sein. Die Anzahl dokumentierter Angriffe von Kegelschnecken auf den Menschen umfasst etwa 30 Fälle, die nahezu ausschließlich auf Unachtsamkeit seitens Tauchern oder Strandwanderern zurückzuführen sein dürften, die eines der schönen Gehäuse aufheben wollten.


Platz 8: Skorpion

Skorpion

Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht alle Skorpionstiche tödlich. Von den rund 1.500 Skorpionarten sind weniger als 25 Arten in der Lage, einen Menschen tödlich zu vergiften. Je größer das Tier, desto kleiner ist die Gefahr. Skorpione, die weltweit in Tropen und Subtropen, Wüsten und Halbwüsten vorkommen, setzen sich gegen Fressfeinde zur Wehr und haben dazu mehrere Abwehrmechanismen entwickelt. Die auffälligste Verteidigung ist die Ausstattung mit einem Giftstachel und einem hochpotenten Gift. Dieses Gift besteht bei den meisten Skorpionen aus zwei Komponenten, einer zum Töten von Gliederfüßern als Nahrung und einer gegen Wirbeltiere zur Verteidigung. Jährlich sterben weltweit je nach Quelle etwa 1.000 bis 5.000 Menschen durch Skorpionstiche, vor allem in Mexiko. Bei einer tödlichen Giftdosis tritt der Tod innerhalb von fünf bis 20 Stunden durch Atemstillstand ein. Einige Jäger haben sich auf Skorpione soweit spezialisiert, dass sie gegen die Gifte immun sind oder Verhaltensweisen besitzen, die es ihnen ermöglichen, dem Stich zu entgehen.


Platz 9: Steinfisch

Steinfisch

Einige Fische besitzen zur Abwehr Knochenstrahlen, die mit einer Giftdrüse in Verbindung stehen oder mit Gift produzierendem Gewebe bedeckt sind. Diese spitzen Knochen müssen erst in die Haut des Opfers eindringen, um das Gift wirksam werden zu lassen. Steinfische kommen überwiegend im tropischen Indopazifik vor. Sie gelten als eine der giftigsten Fischarten. Gut getarnt liegen sie zwischen den Steinen am Meeresboden und sind in der Regel nicht zu erkennen. Tritt man versehentlich auf einen Steinfisch, bohren sich seine Giftstacheln in die Haut. Der Stich eines Steinfisches verursacht extreme Schmerzen, Lähmungserscheinungen und Schock.


Platz 10: Portugiesische Galeere

Portugiesische Galeere

Die Portugiesischen Galeeren sind Polypenkolonien, auch wenn sie die Erscheinungsform einer Qualle haben. Jede Portugiesische Galeere besteht aus einer Vielzahl von Polypen mit spezialisierten Aufgaben. Fresspolypen, Geschlechtsglocken, Wehrpolypen, Deckblätter und Fangfäden kooperieren miteinander. Einzeln sind sie nicht lebensfähig. Mit ihrem "Segel" lassen sie sich vom Wind über die Ozeane treiben. Am häufigsten treten sie auf im Pazifischen Ozean, aber auch vor den Kanarischen Inseln und vor Portugal. Sie ist zudem in der Karibik verbreitet. 1975 waren große Schwärme auch vor der niederländischen Küste anzutreffen. An den Tentakeln finden sich bis zu 1.000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein Giftgemisch aus verschiedenen Eiweißen enthalten. Dieses wirkt schon bei Hautkontakt direkt an den Nervenzellen, wo es zu einer Übererregung führt. Dadurch bleibt die Muskulatur ständig kontrahiert, Atemstillstand und Herzversagen sind die Folge. Die Portugiesische Galeere ist somit eine der gefährlichsten Quallenarten.

Quelle: kerner.de


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